Welche Sportarten können zu einer Rektusdiastase führen?


Sportliche Aktivitäten, die eine vorwärtsgerichtet überkreuzende Drehbewegung des Oberköpers erfordern (sog. Forward-Crossover-Bewegungen) oder in denen der Rücken gebeugt und der Rippenbogen geöffnet wird (z. B. im Hohlkreuz). Durch diese Bewegungen wird das zwischen geraden Bauchmuskeln verlaufende Bindegewebe gedehnt. 

 

Der immer wiederkehrende Druck verursacht oder vergrößert eine Rektusdiastase. Hierfür typische Sportarten sind u. a.  

  • Turnen, Yoga, Pilates,
  • Fußball, Tennis, Golf,
  • Kampfsportarten.

Zeigt der Bauch dann noch parallel zum Boden, wie z. B. beim Schwimmen, Planken und Push Ups gegen den Boden, drücken die Organe durch die Schwerkraft noch zusätzlich auf das überdehnte Gewebe.


Einer der größten Verursacher von Rektusdiastasen ist das klassische Bauchmuskeltraining. Werden in der Rückenlage die Schulter vom Boden gehoben (wie bei Sit Ups) geht der Bauch hinaus und es entsteht vorwärts gerichteter Druck auf das Bindegewebe. Folgt dann noch die kreuzende Drehbewegung des Oberkörpers (wie bei rotierten Crunches) wird das geschwächte Gewebe durch die Scherbewegung der schrägen Bauchmuskeln zusätzlich seitwärts gedehnt.


Die Gesellschaft denkt leider, dass diese Übungen eine gute und gesunde Bewegung zum Aufbau einer starken Körpermitte sind. Für manche ist es überraschend, dass jemand mit „Waschbrettbauch“ körperlich fit sein kann und trotzdem eine Diastase hat. Viele halten bei diesen Menschen die in der Mitte des Sixpacks verlaufende Mulde fälschlicherweise für ein Zeichen von Fitness. Jedoch ist das eine Diastasis Recti. 

 

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